Kinder- und Jugendspiele mit durchwachsener Bilanz

 

Bei den diesjährigen Kinder- und Jugendspielen des Landkreises gab es einige Besonderheiten. Zum einen war die Veranstaltung zweigeteilt, zum anderen durften erstmals die älteren Jugendlichen der Altersklasse U23 dabei sein. Ob dieses Modell Zukunft hat oder nur eine Corona-bedingte Ausnahme war, wird sich zeigen.

 Von unserem Verein gab es wieder viele fleißige Medaillensammler. Dazu zählten zuverlässige und seit Jahren bewährte “Stammkräfte” wie Klara Bräutigam, Josephine Reimann, Marco Wohlrab oder Franziska Gruhn, aber mit Lara Weiß auch eine Athletin, die noch nicht so lange dabei ist.

 Die größte kämpferische Leistung bot wohl Luna Leder (W12). Beim Hochsprung kam sie trotz einiger unsanfter Landungen ihrer eigenen Körperhöhe immer näher und wurde schließlich mit Bestleistung von 1,29m und der Bronzemedaille belohnt. Von der Hochsprung-Anlage eilte Luna zum Sprintfinale, in dem sie ebenfalls Bronze erkämpfte, und schließlich war sie noch an der Bronzemedaille der Sprintstaffel beteiligt. Dazwischen lagen zwei undankbare vierte Plätze im Weitsprung und über 800m.

 Die beste Leistung ging einmal mehr auf das Konto von Lennox Gyulai. Zunächst lief er am 12. Juni in “seiner” Altersklasse M13 unangefochten zu neuer persönlicher 800-m-Bestzeit von 2:15,02 min., siegte auch über 75m (10,02 sec.) und wurde Zweiter im Weitsprung (4,39m). Dann lief er die 800m am 03. Juli noch einmal “außer Wertung” bei den “Großen” mit und steigerte seinen persönlichen Rekord weiter auf 2:13,96 min. Aktuell dürfte es in ganz Deutschland wohl kaum einen schnelleren Mittelstreckler geben.

 Weitere bemerkenswerte Leistungen zeigten Franziska Gruhn mit 1,50m im Hochsprung der Altersklasse W15, Klara Bräutigam mit 34,89m im Speerwurf der weiblichen Jugend U20 und Finn Stoltze mit 41,19m im Speerwurf der männlichen Jugend U23.

 Mit Blick auf die Medaillenbilanz wird die Freude jedoch etwas getrübt. Nach Jahren als erst-, zweit- oder drittbester Verein des Landkreises landeten wir diesmal auf Rang vier (16x Gold, 13x Silber, 17x Bronze). Zu den Gründen zählte neben dem krankheitsbedingten Ausfall einiger Medaillen-Kandidaten auch das Fehlen ganzer Jahrgänge im “unteren” Altersbereich. Hier haben die fehlende Mitglieder-Werbung und der Mitglieder-Schwund während der Corona-Zeit größere Lücken hinterlassen, die uns wohl noch einige Jahre begleiten werden.